Geschichte

Die Geschichte des Ehekirchener Hochzeitsfestes

Hochzeitsfest Ehekirchen - Geschichte

Als 1974 bei Umbauarbeiten in der Brauerei Zett ein altes Bier-Rezept des Großvaters von Georg Zett aus dem Jahr 1905 gefunden wurde, war es den Eheleuten Georg und Melitta Zett klar, dass man damit etwas ganz Besonderes anfangen musste. Zuerst dachte man an ein Bierfest, wie es in Riedenburg bereits seit einigen Jahren gefeiert wurde, bei dem die Herstellung des Gerstensaftes als Thema aufgegriffen worden war. Eine Nachahmung bereits bestehender Feste kam für die beiden Pläneschmiede nicht in Frage. Viele Gedanken wurden aufgegriffen und wieder verworfen bis man zu der Idee kam, bei der man sagte: „Das ist es, das Hochzeitsfest“!

1975 wurde der Plan in die Tat umgesetzt. Am 1. September-Wochenende stellte man ein Bierzelt für 2.500 Personen auf. Vier Tage lang wurde das nach dem alten Rezept hergestellte Hochzeitsbier ausgeschenkt. Am Sonntag waren Paare, die am Tag des Hochzeitsfestes geheiratet hatten bzw. 1975 Silberhochzeit oder sogar Goldene Hochzeit gefeiert hatten, Ehrengäste der Brauerei Zett und am Montag sorgten die Hot Dogs mit ihrer Dixieland-Band in einem vollen und bebenden Zelt für einen krönenden Abschluss des ersten Ehekirchener Hochzeitsfestes.

Der Höhepunkt des zweiten Festes 1976 war die Trauung von 3 Brautpaaren, die von Pfarrer Kapfer in der Ehekirchener Pfarrkirche St. Stephanus vollzogen wurde. Die Hochzeit wurde, wie es in Bayern Brauch ist, mit Blasmusik, Hochzeitszug zur Kirche, Brautverziehen, Gstanzln usw. im Bierzelt gefeiert. Zu den nächsten Hochzeitsfesten (bis 1984) waren Jubelpaare als Ehrengäste geladen.

Die Attraktion des Hochzeitsfestes 1978 war der Hochzeitsstadel, in dem nun, immer noch am 1. September-Wochenende, das Traditionsfest gefeiert wird. Der ehemalige Viehstall mit Hochtenne war von der Familie Zett mit viel Liebe und großem Aufwand zu einer urigen Festhalle umgebaut worden. Seit 1978 wird in dieser Halle im Rahmen des Hochzeitsfestes auch der Gmoatog der Gemeinde Ehekirchen gefeiert.

Der weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Umzug, in dem die heimische Landwirtschaft um die Jahrhundertwende dargestellt wird, wird nun schon seit 1980 in einem Rhythmus von 3 Jahren veranstaltet. Höhepunkt des Umzugs sind Gerstenbraut und Hopfenbräutigam, die als Symbolfiguren für das Ehekirchener Hochzeitsbier vor bis zu 10.000 Zuschauern unter einer von Burschen getragenen handgebundenen Gerstenkrone den Umzug begleiten, an dem rund 800 Personen aus der Ehekirchener Großgemeinde teil nehmen. Insgesamt waren im Jahr 2007 48 Gruppen, davon 28 Gespanne zu sehen.

Heimatverein Ehekirchen

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